DVT (Digitale Volumentomographie) und coDiagnostiX  
 

Seit Anfang des Jahres 2003 bieten wir in unserer Praxis die Möglichkeit, mit einem NewTom DVT 9000-Gerät eine dreidimensionale Röntgenbildanalyse durchzuführen. Dies ist unter anderem interessant für die Diagnostik in der Implantologie (Knochenangebot in allen drei Dimensionen, Verlauf von Nerven, benachbarte Strukturen wie Kieferhöhlen, Zysten etc.), in der Parodontologie (Lokalisation von Knochendefekten), in der Traumatologie (Darstellung von Bruchstellen), bei der Fremdkörpersuche zur exakten Lokalisation des Fremdkörpers, in der Fehlbildungschirurgie etc. Bei dem NewTom DVT 9000 handelt es sich um das erste echte dreidimensionale Röntgengerät speziell für den Gesichtsschädelbereich.

Da es inzwischen neuere Geräte mit höheren Auflösungen und besser Bilddarstellung auf dem Markt gibt, haben wir zusammen mit der Praxis Dres. Hammächer, Stein, Spiekermann (www.praxiszentrum-aachen.de) ein ZAHNÄRZTLICHES DIAGNOSTIKZENTRUM im Herzen von Aachen gegründet. Dort wird ein PAX-DUO3d der Firma orangedental betrieben. Mehr Informationen hierzu unter www.zdz-aachen.de.

Bei den Volumentomographen können mit einer einzigen Patientenaufnahme beliebig viele axiale Rekonstruktionen erstellt werden. Mit 3-D-Ansichten können einzelne Segmente leicht erfassbar dargestellt werden. Verschiedene Diagnosewerkzeuge (z.B. verschiedene Filter, Längen- und Winkelmesswerkzeuge) erlauben die Verfeinerung der Diagnostik.

Die erfassten Bilddaten können in verschiedene Formate exportiert werden und auf einer CD dem Weiterbehandler zur Verfügung gestellt werden. Die Datensätze können dann in andere Programme (z.B. Robodent©, CoDiagnostiX©, Med3D©, SIMPlant© etc.) importiert werden.

Seit wenigen Monaten haben wir die Möglichkeit, PC-gesteuerte dreidimensionale Bohrschablonen mit Hilfe von coDiagnostiX© (IVS Solutions-AG) zusammen mit einem ProLab©-zertifizierten Partnerlabor in Aachen herzustellen. Hierzu wird nach einem Set-up bzw. Wax-up auf den Patienten-Modellen eine spezielle Röntgen-opake Scan-Schablone hergestellt. Mit dieser wird dann im DVT oder CT die dreidimensionale Aufnahme hergestellt. Die Planung der Implantatposition erfolgt anschließend mit dem Programm coDiagnostiX im Computer. Die Implantatkoordinaten werden dann den Partnerlabors zur Verfügung gestellt, die dann mit Hilfe eines speziellen Positionierungsgerätes die Scan-Schablonen durch Einbringung von Titan-Bohrhülsen in eine Bohrschablone modifizieren.

Durch Nutzung der Bohrschablone während der Implantateinbringung beim Patienten wird der Vorgang der Implantatinsertion wesentlich vereinfacht und verkürzt.

Wichtiger Hinweis für überweisende Kollegen

Wenn Sie einen Patienten für die Durchführung einer DVT überweisen, wären wir im Vorfeld über eine telefonische Kontaktaufnahme dankbar. Wir benötigen für die sinnvolle Durchführung einer DVT folgende Angaben und eventuell Materialien:

Daten des Patienten
genaue Beschreibung der Fragestellung
falls eigene Programme zur Bearbeitung der Daten
vorhanden sind, Angabe des Exportformates und des verwendeten Programms
Angabe über die gewünschte Okklusionsposition (z.B. Schlussbiss, leicht geöffnet, mit Aufbissschiene etc.)
Mitgabe evtl. von Aufbissschienen oder von Bohrschablonen mit radioopaken Referenzen (z.B. mit Titanbohrhülsen oder mit rad
ioopaken Spezialprothesenzähnen)

Falls keine eigenen Programme zur Bearbeitung der Daten vorhanden sind, werden Bilder der wichtigsten Regionen (sog. Reports) per Tintenstrahldrucker oder Farblaserdrucker hochauflösend ausgegeben.


 
 
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