Lebensqualität zurückgewinnen

Wackelnde Prothese – fester Halt durch Implantate

Wenn die Dritten wackeln...

Eine Prothese, die beim Essen wackelt, beim Sprechen verrutscht oder schmerzhafte Druckstellen hinterlässt, ist mehr als nur lästig – sie schränkt den Alltag spürbar ein. Viele Betroffene meiden bestimmte Speisen, greifen täglich zu Haftcreme und fühlen sich beim Lachen oder Reden in Gesellschaft unsicher. Häufig liegt die Ursache im natürlichen Rückgang des Kieferknochens: Mit den Jahren verändert sich der Kiefer, und eine einst gut sitzende Prothese findet keinen sicheren Halt mehr.

Die gute Nachricht ist, dass sich das in den allermeisten Fällen lösen lässt. Mit nur wenigen Implantaten verankern wir Ihre Prothese fest im Kieferknochen. Sie sitzt dann sicher, verrutscht nicht mehr und lässt sich zum Reinigen trotzdem bequem selbst herausnehmen. Sie können wieder kräftig zubeißen, unbeschwert sprechen und ohne Haftcreme durch den Tag gehen.

Die Implantologie ist einer unserer Behandlungsschwerpunkte. Mit über 1.000 gesetzten Implantaten pro Jahr bringen wir die Routine und Ruhe mit, um auch dann eine sichere Lösung zu finden, wenn der Kieferknochen bereits zurückgegangen ist. Gerne beraten wir Sie persönlich, welche Möglichkeit für Ihre Situation die richtige ist.

... können Implantate einen festen Halt verschaffen

Um einer lockeren Prothese sicheren Halt zu geben, setzen wir Implantate in den Kieferknochen, auf denen die Prothese anschließend fest verankert wird. Im Unterkiefer genügen dafür oft häufig schon zwei Implantate, im Oberkiefer in der Regel vier. Ein Aufbau des Kieferknochens ist in diesen Situationen nur selten nötig. Die Prothese wird dann über ein Verbindungselement mit den Implantaten gekoppelt – je nach Situation über einzelne Druckknöpfe (sogenannte Locatoren), über einen verbindenden Steg oder über Teleskopkronen. Allen gemeinsam ist das Prinzip: Die Prothese rastet beim Einsetzen sicher ein und sitzt im Alltag absolut stabil.

In vielen Fällen lässt sich sogar Ihre vorhandene Prothese weiterverwenden und für die Implantate umrüsten, sodass kein vollständig neuer Zahnersatz nötig ist. Ob das bei Ihnen möglich ist, beurteilen wir gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin. Bei jedem Eingriff zählt für uns vor allem eines: dass Sie am Ende eine Versorgung haben, die fest sitzt, bequem ist und lange hält.

Was kann ich tun, wenn meine Prothese wackelt? icon

Der erste Schritt sollte immer eine Untersuchung bei Ihrem Hauszahnarzt sein, denn von Selbsthilfe mit Hausmitteln oder dauerhafter Haftcreme raten wir ab – beides kann zu Entzündungen und weiterem Knochenabbau führen. In leichteren Fällen genügt es oft, die Prothese fachgerecht zu unterfüttern zu lassen, also von innen wieder passgenau an den Kiefer anzupassen. Hält die Prothese dauerhaft schlecht, ist die zuverlässigste Lösung, sie mit wenigen Implantaten fest im Kiefer zu verankern. Welcher Weg für Sie sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch.

Wie funktioniert eine Prothese auf Implantaten? icon

Wir setzen einige wenige Implantate in den Kieferknochen, die als feste Anker dienen. Auf diesen Ankern wird Ihre Prothese über ein Verbindungselement befestigt. Beim Einsetzen rastet die Prothese spürbar ein und sitzt dann fest und sicher. Zum Reinigen können Sie sie weiterhin selbst herausnehmen – sie fällt aber im Alltag, beim Essen oder beim Sprechen nicht mehr heraus. Sie verbinden so den festen Halt von Implantaten mit der einfachen Pflege einer herausnehmbaren Prothese.

Wie viele Implantate brauche ich für einen festen Prothesenhalt? icon

Das hängt vom Kiefer und Ihrer individuellen Situation ab und hängt von verschiedensten Faktoren ab, die wir transparent mit Ihnen besprechen. Im Unterkiefer reichen häufig schon zwei Implantate, um einer Prothese deutlich besseren Halt zu geben. Im Oberkiefer setzen wir in der Regel vier Implantate, da der Knochen dort weicher ist und die Kräfte anders verteilt werden müssen. In Ihrem Beratungsgespräch und anhand einer dreidimensionalen Aufnahme legen wir gemeinsam fest, was in Ihrem Fall die richtige Anzahl ist. Für komplexere Fälle stehen uns alle modernen Techniken wie 3D-Scanner und eine 3D-Operationsplanung zur Verfügung, um den Eingriff so minimalinvasiv wie möglich zu gestalten.

Was ist der Unterschied zwischen Druckknopf, Steg und Teleskopprothese? icon

Alle drei verbinden Ihre Prothese fest mit den Implantaten, unterscheiden sich aber in der Technik. Bei der Druckknopf-Lösung (Locatoren) sitzt auf jedem Implantat ein einzelner Knopf, in den die Prothese einklickt – das ist die einfachste und oft kostengünstigste Variante. Bei der Steg-Lösung verbindet ein kleiner Metallbügel die Implantate miteinander, was die Kräfte besonders gleichmäßig verteilt und sehr stabil ist. Teleskopkronen funktionieren wie zwei ineinandergreifende Hülsen und gelten als besonders langlebig. Welche Variante für Sie am besten passt, hängt von Ihrem Knochen, der Zahl der Implantate und Ihren Wünschen ab – das besprechen wir ausführlich mit Ihnen.

Kann meine vorhandene Prothese weiterverwendet werden? icon

In vielen Fällen ja. Häufig lässt sich Ihre bestehende Prothese für die Implantate umrüsten, indem Ihr Zahnarzt im Anschluss an unsere Behandlung die passenden Verbindungselemente einarbeiten lassen. Das ist manchmal schonender und meist günstiger, als eine völlig neue Prothese anzufertigen. Ob das bei Ihnen möglich ist, hängt vom Zustand und der Bauart Ihrer Prothese ab. Wir beurteilen das bei der Untersuchung und stimmen uns dafür eng mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin ab.

Ist der Eingriff schmerzhaft? icon

Das Setzen der Implantate erfolgt in örtlicher Betäubung und ist dadurch schmerzfrei. Auf Wunsch ist der Eingriff auch im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose möglich. Viele Patientinnen und Patienten beschreiben das Setzen der Implantate hinterher als weniger unangenehm als eine Zahnentfernung. In den Tagen danach kann es zu einer leichten Schwellung kommen, die sich gut mit den üblichen Maßnahmen lindern lässt. Wir begleiten Sie durch die gesamte Heilungsphase.

Was kostet es, eine Prothese mit Implantaten zu befestigen? icon

Die Kosten hängen davon ab, wie viele Implantate nötig sind, welches Verbindungssystem zum Einsatz kommt und ob ein Knochenaufbau erforderlich ist. Eine pauschale Angabe ist gesetzlich nicht zulässig, da wir nach der Gebührenordnung abrechnen – wir können den Aufwand aber erfahrungsgemäß sehr genau vorab einschätzen. Bevor Kosten entstehen, erhalten Sie von uns immer einen ausführlichen Heil- und Kostenplan, den Sie bei Ihrer Versicherung einreichen können. Die gesetzliche Krankenkasse leistet meist einen Festzuschuss zum Zahnersatz, private Versicherungen und Zusatzversicherungen übernehmen je nach Tarif oft erhebliche Anteile. Gerne bieten wir Ihnen auf Wunsch auch faire Finanzierungsmöglichkeiten an.

Bin ich für implantatgetragenen Zahnersatz zu alt? icon

Ein bestimmtes Höchstalter gibt es nicht. Entscheidend ist nicht das Lebensalter, sondern Ihr allgemeiner Gesundheitszustand und die Beschaffenheit des Kieferknochens. Gerade ältere Menschen profitieren oft besonders, weil ein fester Prothesenhalt das Essen, Sprechen und damit die Lebensqualität deutlich verbessert. Selbst bei bereits zurückgegangenem Knochen finden sich häufig Lösungen. In einem Beratungsgespräch prüfen wir Ihre individuellen Voraussetzungen.