Zahnimplantologie

Der Ersatz verloren gegangener Zähne durch Implantate und die sichere Fixierung von Zahnersatz im unbezahnten Kiefer über Implantate ist heute ein Standardverfahren der modernen Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.

Angefangen beim Einzelimplantat zum Ersatz eines verloren gegangenen Zahnes bis hin zur komplexen Rehabilitation unbezahnter Kiefer mit einem festsitzenden Zahnersatz oder zur Ermöglichung eines guten Prothesenhaltes sind kaum noch Grenzen gesetzt. Natürlich spielen die individuellen Voraussetzungen im Hinblick auf das vorhandene Knochenangebot und persönliche Voraussetzungen, wie allgemeine Vorerkrankungen und Risikofaktoren, eine entscheidene Rolle in der Bewertung der Machbarkeit der gewünschten Versorgung.

Wir nehmen uns Zeit und beraten Sie individuell zu Ihren Wünschen. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Zahnarzt/Ihrer Zahnärztin erarbeiten wir ein für Sie geeignetes Versorgungskonzept.

Die Zusammenarbeit mit Ihrem Zahnarzt/Ihrer Zahnärztin spielt gerade in der Implantologie eine besondere Bedeutung, da die gewünschte prothetische Versorgung der Implantate durch Kronen, Brücken oder einem herausnehmbaren Zahnersatz durch die Zahnarztpraxis erfolgt, die Sie in unsere Behandlung überwiesen hat. 

Da wir Mitglied der ECDI (European Centers For Dental Implantology) sind, empfehlen wir Ihnen, auch diese Internetseite zu besuchen: www.zahnimplantate.com. Hier erfahren Sie mehr zum Thema "Zahnimplantate".

Kieferaufbau

Sollten Implantate zur gewünschten prothetischen Versorgung primär nicht möglich sein, da kein ausreichendes Knochenagebot zur Verfügung steht, so kann eine Implantatversorgung dennoch erfolgreich umgesetzt werden, durch den Aufbau der verlorenen Knochensubstanz.

Hier stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung, die wenig aufwendig bis sehr komplex sein können.

Grundsätzlich kann zwischen dem Kieferaufbau durch Fremdmaterialien (alloplastische Knochenersatzmaterialien) und körpereigenem Knochen (autologe Knochentransplantate) unterschieden werden. Knochenersatzmaterialien werden häufig bei kleinen Knochendefekten verwendet, oder zur Vermischung mit körpereigenem Knochen um die Dimensionsstabilität zu erhöhen.

Körpereigener Knochen als Transplantat wird dann verwendet, wenn ein größerer Verlust des Knochens eingetreten ist. Hier kann als Spenderregionen der lokale Kieferknochen dienen (Kinnregion, hintere Abschnitte des Ober- und Unterkiefers - Retromolarregion), oder entfernte Spenderregionen wie etwa der Beckenkamm. Hierauf wird zurückgegriffen wenn viel Knochen benötigt wird, z.B. bei komplexen und größeren Aufbauten.

Durch Knochenaufbauten können Verluste des Kieferknochens in allen Dimensionen des Raumes rekonstruktiert werden. So kann eine horizontale Verbreiterung des Kiefers, ebenso wie eine vertikale Erhöhung, beispielsweise durch den Sinuslift (Anhebung des Kieferhöhlenbodens), bei geplanter Implantatersorgung im seitlichen Oberkiefer und zu geringem Knochenangebot umgesetzt werden.

Im Zusammenhang mit der Implantologie und chirurgischen Verfahren zum Knochenaufbau, gewinnt die dreidimensionale Bildgebung in der diagnostischen Planung durch DVT (Digitale Volumentomografie) zunehemend an Bedeutung. Mit diesem radiologischen Verfahren sind dreidimensionale Aufnahmen höchster Bildqualität möglich, die eine exakte Planung eines Knochenaufbaus oder einer Implantatversorgung ermöglichen. Ein weiterer Vorteil ist die wesentlich geringere Strahlenbelastung im Vergleich zu einer CT-Diagnostik.

Sollte eine DVT-Diagnostik bei Ihnen sinnoll sein, so werden wir dies in der persönlichen Beratung mit Ihnen besprechen.